Boris Becker taucht in Verschwörungssumpf ab
Es ist nur eine von unzähligen Verschwörungserzählungen über die Nationalsozialisten: Adolf Hitler sei am Ende des Zweiten Weltkriegs gar nicht gestorben, sondern habe sich nach Südamerika abgesetzt. Nun hat Boris Becker sie für sich entdeckt. "Wow …"
Boris Becker hat vor Kurzem seine Knast-Memoiren angekündigt. Doch nebenbei scheint er auch noch die Zeit zu finden, sich als Hobby-Historiker auszuprobieren. Jedenfalls teilte der ehemalige Wimbledon-Sieger nun auf seinem X-Account eine angebliche "Breaking News" zu ebenso angeblichen neuen Erkenntnissen über Adolf Hitler.
"Die CIA hat in freigegebenen argentinischen Akten soeben bestätigt, dass Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschland verlassen hat und nach Argentinien gegangen ist", heißt es in dem mit einem Hitler-Foto und einer CIA-Akte garnierten Beitrag, den Becker am Mittwochabend postete. Er selbst kommentierte dies mit den Worten: "Wow … Was stimmt mit all den Filmen nicht, die behaupten, Hitler sei in Deutschland und Österreich gestorben."
Wie Becker darauf kommt, Hitler sei "in Deutschland und Österreich" ums Leben gekommen, ist schleierhaft. Der Hintergrund des CIA-Dokuments, das in dem von Becker geteilten Beitrag zu sehen ist, lässt sich hingegen erklären.
Schon 2017 veröffentlichte Akte von 1955
Tatsächlich handelt es sich um eine Akte aus dem Jahr 1955, die schon 2017 vom US-Geheimdienst öffentlich zugänglich gemacht wurde. Ihr zufolge erhielt die CIA zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs Hinweise, wonach Hitler überlebt habe, nach Südamerika geflohen sei und dort inzwischen unter dem Pseudonym "Adolf Schüttelmayer" lebe.
Die Hinweise waren jedoch äußerst vage - so vage, dass sie letztlich verworfen wurden. Schließlich stützte sich die Behauptung lediglich auf die Aussage eines Agenten, der seine Informationen aus dritter Hand bezogen hatte. Ein Freund berichtete ihm von einer angeblichen Begegnung mit einem ehemaligen SS-Angehörigen namens Phillip Citroen, der wiederum erklärt haben soll, er habe mehrmals Kontakt mit Hitler in Kolumbien gehabt, ehe dieser nach Argentinien weiter gezogen sei. Eine zweite Quelle für diese Behauptungen ließ sich nicht auftun.
Doch während die CIA dieser Erzählung alsbald keinen Glauben mehr schenkte, befeuert sie seit ihrer Veröffentlichung den sich hartnäckig haltenden Mythos, Hitler habe das Ende des Zweiten Weltkriegs überlebt und sich ins Ausland abgesetzt. Die krudesten Verschwörungsgeschichten dieser Art gehen sogar davon aus, der Diktator sei damals in einem Ufo in die Antarktis entschwunden.
Dabei gibt es unter seriösen Historikern und Wissenschaftlern inzwischen keinen Zweifel mehr daran, dass Hitler zusammen mit seiner Frau Eva Braun am 30. April 1945 im Berliner Führerbunker Selbstmord beging und die Leichen der beiden anschließend mit Benzin übergossen, verbrannt und verscharrt wurden. Dies belegen nicht nur die Aussagen diverser Augenzeugen, die sich damals mit im Bunker befanden, sondern auch Indizien wie Hitlers Testament. Zudem wurden 2017 Fragmente eines Schädels untersucht, den die Rote Armee seinerzeit am Bunker aufgelesen und in die Sowjetunion gebracht hatte. Eine Analyse des Gebisses ergab, dass es sich um den Schädel von Adolf Hitler handelt.
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