Der Untergang der Menschlichkeit im "Sommerhaus"
Zwischen Ochsenweide und Altherrenpool keimt der Hass wie die Liebe auf einer Geburtsstation. Nach zwei wegweisenden Spielen stehen Vanessa und Richard im "Sommerhaus der Normalos" mehr denn je mit dem Rücken zur Wand.
Die Stimmung im Haus bleibt angespannt. Vor den beiden nächsten Spielen will Michelle "ganz tief reingucken", ob das vertraute Getue von Vanessa wirklich ernst gemeint ist. Marcel bekommt beim Anblick der gespaltenen Gesellschaft schon am frühen Morgen schlechte Laune: "Der Kreis wird kleiner, die Leute immer schlimmer!", frotzelt der 24-jährige Luftsicherheitsassistent aus Hessen.
Auch in den anderen Gesichtern spiegelt sich ein Mix aus frühmorgendlichem Standardfrust und situationsbedingter Verbitterung. Bei einer gemütlichen Runde "Richtig Einlochen" sollen die Kandidaten wieder zurück in die Spur finden. Aber das Gegenteil ist der Fall - wie so oft in den letzten zehn Tagen im "Sommerhaus der Normalos" bei RTL und auf RTL+.
Statt sich gegenseitig zu motivieren, schalten die Paare lieber in den Pöbelmodus. Hendrik hisst irgendwann genervt die weiße Flagge ("Ich habe kein Bock mehr!"). Maki spürt seine Arme nicht mehr ("Ich bin voll am Ende!"). Und Sascha verzweifelt im Hamsterrad: "Immer die gleiche verfickte Scheiße!", pöbelt der passionierte Schnauzbartträger. Nach dem Spiel ist die Stimmung schlimmer als vorher. Nur Richard und Vanessa, sowie Marcel und Lisa haben bis zum Ende durchgehalten. Aber welches Paar war schneller?
"Wir sind hier verflucht!"
Während Sascha immer tiefer im Frustsumpf versinkt ("Wir sind hier verflucht!"), pendelt Marcel zwischen Hoffen und Bangen. Eine Niederlage hätte weitreichende Folgen. "Wenn Vanessa und Richard sich saven, kotze ich im Strahl!", grummelt Marcel. Kurz darauf kann die Anti-Vanessa-Allianz aber aufatmen. Lisa und Marcel gewinnen das begehrte Safety-Ticket. Nun wird es eng für die Frau, die nur allzu gerne vom Trash-TV-Gipfel grüßen würde. Vanessa geht noch einmal in die Honig-ums-Maul-Offensive. Aber es hilft nichts. Bei Lisa blitzt Vanessa ab. Und auch bei Michelle mehren sich die Zweifel.
Hendrik und Sandra reden gebetsmühlenartig auf die einstige "Haus-Schlaftablette" ein. Vor allem Hendrik hat genug von Vanessas "Falschspiel-Taktik". Mit weit aufgerissenen Augen baut sich der gelernte Klempner vor der mittlerweile völlig verwirrten Michelle auf: "Die werden euch bumsen!", keift Hendrik. Vanessa sucht derweil Trost in Richards Armen: "Die wollen nur Sendezeit mit mir generieren", schluchzt die 28-jährige Sozialversicherungsangestellte, die sich mittlerweile eingestehen muss, dass sie das Reality-Business "total unterschätzt" hat.
Aber Aufgeben kommt nicht in Frage. Vanessa schüttelt sich kurz und zieht dabei die Augenbrauen zusammen: "Ich bin nicht umsonst hier. Ich habe ein Ziel vor Augen!", zischt sie in die Kamera.
Die Vollstrecker haben freie Bahn
Vor dem nächsten Spiel ("Ich dreh gleich durch") zieht es Hendrik in den Sanitärbereich. "Ich habe mir erstmal die Eier rasiert, das war wichtig", tönt der Mann, der bei der nächsten Safety-Ticket Challenge "alles geben" will. Es reicht aber auch diesmal nicht. Am Ende ballen die zwischen den Stühlen stehenden Maki und Michelle die Fäuste. Der Frust über die neuerliche Spiel-Pleite hält bei Hendrik aber nicht lange an. Da sich Vanessa und Richard wieder nicht schützen konnten, ist der Weg nun endlich frei für das lechzende Vollstreckungskomitee.
Das Stimmungsbarometer spricht eine deutliche Sprache. Vanessa und Richard erhalten vier Stimmen gegen sich. War's das jetzt mit dem großen Traum vom Reality-Thron? Sophie jedenfalls kann sich einen letzten Seitenhieb vor der Nachtruhe nicht verkneifen: "Hier hast du noch ein paar Taschentücher, falls du noch schnell eine Träne rausdrücken willst!", kichert die medizinische Fachangestellte in Richtung der bereits tieftraurig am Boden liegenden Vanessa. "Wo ist eure Menschlichkeit geblieben?", schluchzt die Ausgebootete. Gute Frage.
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