Wer ein neues Tagesgeldkonto eröffnen möchte, muss sich erst mit zahlreichen Angeboten auseinandersetzen. Verschiedenste Geldhäuser werben mit attraktiven Zinsen auf kurzfristige Geldanlagen, sodass es bei der Entscheidung oft um die Feinheiten geht. Um aus der Menge herauszustechen, setzen manche Banken nicht nur auf hohe Aktionszinse für befristete Laufzeiten, sondern auch auf angenehme Zinssätze danach. So etwa die ING.

ING Tagesgeld Zinsen: Die Vor- und Nachteile im Vergleich

Mit ihrem Zinssatz von 2,75 % findet sich die ING in der Mitte des Tagesgeldmarkts. Die DKB* bietet etwa 1,25 % variable Zinsen p. a. aufs Tagesgeld an. Andere Anbieter wie beispielsweise die Consorsbank* glänzen wiederum mit bis zu 3,05 % Zinsen p. a. auf befristete Laufzeiten.

Was manche Anleger jedoch ärgert: Die attraktiven Zins-Angebote, mit denen viele Banken derzeit werben, sind meist nur an Neukunden gerichtet. Hier kann die ING punkten. Ihr Tagesgeldzinssatz gilt nämlich für alle Personen, die erstmals ein Extra-Konto* eröffnen, vorausgesetzt Sie haben in den letzten 6 Monaten kein Extra-Konto bei der ING geführt – Bestandskunden sind also nicht automatisch ausgeschlossen.

Nach den ersten vier Monaten wird das Extra-Konto bei der ING mit einem variablen Zinssatz von 1,00 % verzinst. Das gilt für Beträge ab 250.000 Euro sowie für jedes weitere Extra-Konto, das man eröffnet. Manche Anbieter wie die Comdirect* können da nicht mithalten: Nach Ablauf des Aktionszeitraums fallen bei der Commerzbank-Marke die Zinsen auf 0,75 %.

Zinsen: Diese Banken bieten dauerhaft gute Zinsen

Achten Sie jedoch neben den verlockenden Aktionszinsen auch auf Angebote mit verhältnismäßig hohen Basiszinsen, denn nach Ablauf des Aktionszeitraums gelten in der Regel andere Zinssätze.

ING Tagesgeld: Wann findet die Verzinsung statt?

Die ING berechnet die Zinsen beim Extra-Konto taggenau; die Auszahlung findet jährlich am 31. Dezember statt. Ab dem 1. Januar können Kunden die Zinsgutschrift dann auf ihrem Konto finden – wobei sie vorher bereits ihre aktuellen Zinsen jederzeit im Online-Banking einsehen können. Negativzinsen berechnet die Direktbank seit August 2022 nicht mehr.

Durch die Verzinsung zum Jahresende kommt es bei der ING innerhalb des Jahres nicht zum Zinseszinseffekt – Anleger erhalten nur auf das eingelegte Guthaben Zinsen. Bei der Konkurrenz sieht das anders aus: Die DKB etwa zahlt die Tagesgeldzinsen vierteljährlich aus. Ähnlich ist es bei der Comdirect. Andere Banken und Broker wie Trade Republic* schreiben die Zinsen monatlich gut.

Tagesgeldvergleich: Die Angebote im Überblick

ING Sparbrief: Ergänzend zum Tagesgeld, oder im Anschluss

Neben oder anschließend zu dem Extra-Konto bietet die ING auch eine Festgeld-Einmalanlage (Sparbrief) für das erste Jahr mit bis zu 2,00 % Festzins p. a. an. Kunden können sich für eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren entscheiden, wobei ab dem zweiten Jahr das angelegte Geld nur zu 1,75 % verzinst wird. Voraussetzung ist, dass der Anlagebetrag zwischen 2.500 und 500.000 Euro liegt. Über die Startseite der ING* können Interessierte mehr erfahren.

Konto-Angebote: Bei WELT-Lesern am beliebtesten

Unter der Vielzahl an Neukundenaktionen zum Tagesgeld haben sich folgende Anbieter als Favoriten unter den WELT-Lesern behauptet:

Einlagensicherung bei der ING: Wie wird mein Geld abgesichert?

Die deutsche Direktbank ING (ehemals ING-DiBa) mit Sitz in Frankfurt am Main gehört als vollwertige Tochtergesellschaft zur niederländischen ING Groep. Sie bietet diverse Finanzprodukte und Dienstleistungen wie etwa Kreditkarten, Girokonten, Wertpapierdepots, Baufinanzierungen und Kredite.

Als drittgrößte Bank in Deutschland ist die ING besonders auf die Einlagensicherung ihrer Kunden bedacht. Die von EU-Richtlinien vorgeschriebene Grundabsicherung von bis zu 100.000 Euro pro Person erfolgt bei der Bank durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Überdies sichert die ING bis zu 5 Millionen Euro pro Kunde über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. ab. Somit ergibt sich eine doppelte Einlagensicherung, auf die viele Anleger vertrauen.

Laut der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest ist es ratsam, Fest- und Tagesgeldkonten in Deutschland zu eröffnen, weil die Einlagensicherung durch einen Staat mit guter Bonität erfüllt werden kann. Bei ausländischen Banken ist dies – je nach Bonitätsbewertung des Staats – nicht zwingend gewährleistet. Bei den Ratingagenturen Standard & Poors, Moody’s, Fitch und DBRS schneiden Deutschland und die Niederlande regelmäßig sehr gut ab.

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