Von einem Erfolg über Nacht kann bei Pedro Pascal keine Rede sein. Fast zwei Jahrzehnte arbeitet der heutige "The Last Of Us"-Star an seiner Schauspielkarriere. Mit nun 50 Jahren überzeugt er nun nicht nur durch Leistung, sondern bringt als sexy Daddy auch Hormone in Wallung.

Erste Eindrücke seines schauspielerischen Talents gewährt José Pedro Balmaceda Pascal bereits im Alter von sechs Jahren. Wenn er seiner Mutter, einer Psychologin, von seinen Träumen berichtete, sei das für den kleinen Jungen immer "eine wunderbare Gelegenheit" gewesen, um sich fantastische Geschichten auszudenken, erinnerte sich der chilenisch-US-amerikanische Schauspieler im Interview mit dem Magazin "GQ". Allerdings beunruhigte es seine Mutter, dass ihr Sohn lieber in seiner Fantasiewelt lebte als in der Realität.

Tatsächlich hielt das reale Leben zunächst aber auch nicht allzu viel Schönes für den jungen Pedro Pascal bereit. Bis Mitte 30 versuchte er sich in New York als Kellner über Wasser zu halten, während er sich von Gastrollen in "Buffy - Im Bann der Dämonen" zu kleineren Rollen in Serien wie "The Good Wife" und "The Mentalist" hangelte. Was manchmal so schlecht lief, dass er und sein Hund Greta sich von Käsekuchen ernährten, die sie in einem Cafe in der Nähe seiner Wohnung geschenkt bekamen. Wenn gar nichts ging, half Pascals enge Freundin Sarah Paulson, die damals ebenfalls erst am Anfang ihrer Schauspielkarriere stand, ihrem Kumpel aus. Der "American Horror Story"-Star erinnert sich im Interview mit "Esquire": "Es gab Zeiten, in denen ich ihm die Tagespauschale, die ich bei einem Schauspieljob bekommen hatte, gab, damit er Geld zum Essen hatte." Paulson habe schon damals erkannt, dass in Pascal ein großer Filmstar stecke: "Man will einfach, dass er Erfolg hat."

"Game of Thrones"-Tod ist unvergessen

2014 kam dann die Rolle, die Pedro Pascals Leben veränderte. In der vierten Staffel von "Game of Thrones" verkörperte er den heißblütigen Prinz Oberyn Martell, der sich mit Frauen und Männern vergnügte - wenn er nicht gerade auf Rachefeldzug war. Die Fantasyserie, die sich damals über Zuschauerrekorde freuen durfte, bescherte dem Schauspieler seinen späten Durchbruch - obwohl er nur in sieben Folgen zu sehen war. Seine grausame Todesszene geht in die "Game of Thrones"-Geschichte ein.

Im selben Jahr übernimmt Pascal eine der Hauptrollen der Netflix-Serie "Narcos", die sich mit dem kolumbianischen Drogenkrieg und der Jagd nach Pablo Escobar beschäftigte. Es folgte die Hauptrolle in der Star-Wars-Serie "The Mandalorian". Der ganz großen Durchbruch gelingt ihm dann allerdings mit der Computerspielverfilmung "The Last of Us". Sie bringt ihm nicht nur internationale Anerkennung für seine schauspielerische Leistung, sondern verpasste ihm im Internet auch das Image eines DILF, also eines "Daddy I Would Like To Fuck".

Pedro Pascal wird zum DILF

Dabei spielt keine Rolle, dass Pedro Pascal gar keine Kinder hat. Seine Darstellung des Kopfgeldjägers, der den kleinen Din Grogu, auch bekannt als "Baby Yoda", in "The Mandalorian" beschützt oder des wortkargen Joel, der sich mit der 14-jährigen Ellie durch eine Zombie-Apokalypse kämpft, wecken beim weiblichen Publikum offenbar die Sehnsucht nach einem toughen männlichen Beschützer, der auch seine sensible Seite zeigt. Noch während der Ausstrahlung der Serien gingen unzählige kultige Internet-Memes und Liebesbekundungen von Fans aus der ganzen Welt viral. 2024 wurde Pascal von den Usern der Dating-App "Grindr" zum heißesten Mann des Jahres gewählt.

Seit 2018 ist Pedro Pascal Teil der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", die jährlich die Oscars vergibt. 2023 wurde er vom "Time"-Magazin zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt gezählt. Bei den Emmy Awards im selben Jahr war er der erste Schauspieler aus Lateinamerika, der jemals in einem Jahr dreimal nominiert war. 2024 spielte er in Ridley Scotts "Gladiator II" mit.

Und auch die LGBTQ+-Szene liebt den Schauspieler, der sich regelmäßig für sie einsetzt - auch aus ganz persönlichen Gründen. Seine Schwester Lux Pascal ist trans.

Zwiespältiges Verhältnis zum Ruhm

Die Öffentlichkeit und besonders das Internet kann nicht genug bekommen von dem Schauspieler, der Keanu Reeves langsam den Thron als sympathischster Hollywood-Star streitig macht. Auf seinen plötzlichen, großen Erfolg angesprochen, versucht Pascal, der offen über seine Panikattacken auf dem roten Teppich spricht, meist das Thema zu wechseln und richtet das Scheinwerferlicht lieber auf seine Kollegen und Kolleginnen. Sein Verhältnis zum Ruhm nennt er "zwiespältig" und vergleicht ihn mit dem Wunsch eines kleinen Kindes nach ständiger Aufmerksamkeit: "Wenn sie die Aufmerksamkeit dann bekommen, fühlt sich das nicht natürlich an."

Sein Privatleben hält Pedro Pascal aus der Öffentlichkeit raus, ist offiziell Single. "Sie war die Liebe meines Lebens", sagte er einzig und allein über seinen Hund Greta. Und warnt in einem Interview mit "Flaw" vor einem Zusammenleben mit einem Menschen wie ihm: "Ich kann ganz schön bestimmend sein. Ich muss meine ganze Menschlichkeit zusammenkratzen, um nicht jeden Abend meine Filmauswahl durchzuboxen."

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