Er ist Nationalheiligtum und Garant für klingelnde Kinokassen: James Bond. Für die britische Schauspielerin Helen Mirren hingegen ist die Filmreihe aus einem tiefen Sexismus heraus entstanden. Sie störe sich an der Darstellung der Frauen. Könnte eine weibliche Spitzenagentin die Lösung sein?

Helen Mirren hält nicht gerade viel von James Bond. Im Interview mit "The Standard" sagte sie geradeheraus über das Franchise: "Die ganze James-Bond-Reihe war nicht mein Ding. Das war sie wirklich nicht. Ich habe James Bond nie gemocht."

Grund für Mirrens Abneigung ist ein Vorwurf, der Bond öfter gemacht wird: die Darstellung und Rollen von Frauen. "Ich mochte es nie, wie die Frauen in James Bond waren", so Mirren. Und weiter: "Das ganze Konzept von James Bond ist durchtränkt von und geboren aus tiefem Sexismus."

Weibliche Bond-Figur würde wenig ändern

Die oft genannte Forderung, die Rolle des 007 künftig einfach mit einer Frau zu besetzen, sagt Mirren auch nicht zu. Stattdessen würde sie gerne die realen Geschichten von echten Frauen sehen, die in der Geschichte der Spionage tatsächlich mitgemischt haben: "Frauen waren schon immer ein großer und unglaublich wichtiger Teil des Geheimdienstes, das waren sie schon immer. Und sehr mutig. Es ist verblüffend, was Frauen in der französischen Résistance getan haben, unglaublich mutig. Ich würde also echte Geschichten über außergewöhnliche Frauen erzählen, die in dieser Welt gearbeitet haben."

Für die ehemaligen James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan und Daniel Craig hat Mirren trotz ihrer Kritik nur lobende Worte. Den letzten Bond-Darsteller Craig bezeichnete sie in dem Interview als "eine sehr liebenswürdige, freundliche Person". Ihren guten Freund Brosnan, mit dem sie neuerdings in der Paramount+-Serie "MobLand" zu sehen ist, bezeichnete sie als "offensichtlich großartig". Erst am Donnerstag posierten die beiden Schauspielenden bei der Premiere in London liebevoll auf dem roten Teppich miteinander.

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