Fehlbetrag von 20 Milliarden – Porsche rutscht nach Wertberichtigung in die roten Zahlen
Die Volkswagen-Eigentümerholding Porsche SE ist wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf ihre Beteiligungen an VW und dem Sportwagenhersteller Porsche AG in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Jahr sei nach Steuern ein Fehlbetrag von rund 20 Milliarden Euro angefallen, teilte der Dax-Konzern am Freitagabend in Stuttgart mit.
Die Wertberichtigungen sind nicht zahlungswirksam. Der enorme Verlust steht damit nur auf dem Papier, die Holding der Eignerfamilien Porsche und Piech ist also nicht pleite.
Dennoch soll den Aktionären weiter eine Dividende für das abgeschlossene Geschäftsjahr gezahlt werden. Nach Daten von LSEG erwarten Analysten von VW für das Jahr 2024 eine Dividende von 6,84 Euro je Aktie und vom Sportwagenbauer Porsche 2,19 Euro.
Grund für den Milliardenverlust sind vor allem nicht zahlungswirksame Abschreibungen. So liege die Wertberichtigung des Buchwertes der Beteiligung an der Volkswagen AG bei minus 19,9 Milliarden Euro. Für die Porsche AG sei eine Wertberichtigung von minus 3,4 Milliarden Euro beziffert worden.
Blume behält vorerst Doppelrolle als Chef von VW und Porsche
Bereits zuvor hatte die Eigentümerholding vor den außerplanmäßigen Abschreibungen gewarnt – für beide Beteiligungen lagen die Wertberichtigungen nun am unteren Ende der jeweiligen Spannen. Den vollständigen Geschäftsbericht will der Porsche-SE-Vorstand am 26. März veröffentlichen. Die Nettoverschuldung des Dax-Konzerns PSE werde voraussichtlich rund 5,2 Milliarden Euro betragen.
Oliver Blume will seine Doppelfunktion als Chef der Autobauer Volkswagen und Porsche bis auf Weiteres beibehalten. „Verantwortung war meine wesentliche Motivation, die Führung des Volkswagen-Konzerns anzunehmen“, sagte Blume der „WirtschaftsWoche“ am Freitag. Gleichzeitig sei noch viel zu tun. Über seine eigene Zukunft wolle Blume entscheiden, wenn Sanierung und Umbau der beiden Konzerne weitgehend abgeschlossen seien. „Meine Doppelrolle ist für die anstehenden Aufgaben wichtig, aber nicht für alle Zeit ausgelegt.“ Der Manager kündigte zudem einen kompletten Generationenwechsel im Vorstand von Porsche an.
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