Militärregierung in Myanmar verkündet drei Wochen Waffenruhe
- Die Militärregierung in Myanmar hat eine dreiwöchige Waffenruhe im Bürgerkrieg des Landes verkündet.
- Damit sollen die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten nach dem Erdbeben vom Freitag erleichtert werden.
- Die Waffenruhe gelte ab Mittwoch und solle bis zum 22. April wirksam sein, heisst es in der Mitteilung der Militärführung.
Die Regierung kündigte im staatlichen Fernsehsender MRTV eine 20-tägige einseitige Waffenruhe an. Sie trete sofort in Kraft, um den Wiederaufbau nach dem Erdbeben zu unterstützen. Die Regierung warnte aber gleichzeitig, sie werde reagieren, falls die Rebellen Angriffe starten sollten. Zuvor hatten bereits mehrere Widerstandsgruppen eine einmonatige Waffenruhe angekündigt.
Ein Erdbeben der Stärke 7.7 hatte am Freitag vor allem die zweitgrösste Stadt Mandalay, die Region Sagaing und die Hauptstadt Naypyidaw erschüttert. Es war auch im mehr als 1000 Kilometer entfernten Bangkok zu spüren.

Fünf Tage nach der Erdbebenkatastrophe wurde von der Militärregierung die Zahl der Todesopfer mit 2886 angegeben. Mehr als 4600 Menschen wurden verletzt, rund 370 werden noch vermisst. Junta-Chef Min Aung Hlaing hatte bereits am Dienstag erklärt, dass es für die Verschütteten kaum noch Hoffnung gebe. Hilfsorganisationen zufolge könnte die Zahl der Vermissten noch viel höher sein, als die offiziellen Statistiken vermuten lassen.
Wegen des anhaltenden Konflikts, dem Ausfall von Kommunikationsmitteln und Zugangsbeschränkungen sei es aber noch immer schwierig, das Ausmass der Schäden und den medizinischen Bedarf zu ermitteln, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen mit. Zudem sei bislang noch wenig über die Situation in weiter entlegenen Gebieten bekannt.
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