Darum geht es: Die erste deutsche Frau im All heisst Rabea Rogge. Die Berlinerin soll mit der «Fram2»-Mission, benannt nach einem norwegischen Polarforschungsschiff aus dem 19. Jahrhundert, rund vier Tage lang auf einer neuen Umlaufbahn über Polarregionen der Erde fliegen. Aus einer Höhe von 425 bis 450 Kilometern sollen dabei Himmelsleuchten untersucht werden. Die 29-jährige Rogge ist bei der «Fram2» offiziell als wissenschaftliche Spezialistin dabei. Sie hat an der ETH Zürich Elektrotechnik und Informationstechnologie studiert.

Legende: Die Crew von Robotikforscherin Rabea Rogge (Zweite von links): der australische Polarguide Eric Philipps (links), die norwegische Filmemacherin Jannicke Mikkelsen und Chun Wang, ein chinesischer Bitcoin-Investor, der die Expedition bezahlt. SpaceX via AP

Über hundert Frauen im All: Die Anzahl der Menschen, die bereits im Weltall waren, zu eruieren, ist nicht ganz einfach. Es gibt zwei Messeinheiten: Die international gebräuchliche Definition ist jene der FAI (Fédération Aéronautique Internationale), die die Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe als Grenze zum Weltraum betrachtet. Gemäss der Richtlinie der US-Airforce liegt die Grenze hingegen bei 80 Kilometern. Laut Zahlen vom Februar 2024 waren 555 Männer im All und 78 Frauen. Neuste Zahlen sprechen bis dato gar von 104 Frauen. Die USA schicken dabei mit Abstand die meisten Menschen in den Weltraum.

Die erste Frau überhaupt: Valentina Tereschkowa war die erste Frau, die ins All geflogen ist. Am 16. Juni 1963 flog sie, 26-jährig, mit dem Raumschiff «Wostok 6» in den Weltraum. Für ihren fast dreitägigen Aufenthalt im Kosmos gilt die Russin in Moskau heute als lebende Legende. Die Sowjetunion feierte im Wettlauf ins All gegen die USA damals einen Triumph. Tereschkowa war Montagearbeiterin in einer Textilfabrik und keine Pilotin wie die männlichen Kosmonauten, die damals flogen. Sie wurde unter anderem aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung im Fallschirmspringen ausgewählt, die bei der Landung des Raumschiffs auf der Erde nötig war. Weder die UdSSR noch die USA schickten wieder eine Frau ins All, bis Ende der 1970er-Jahre Frauen in das Astronauten- und Kosmonautenkorps aufgenommen wurden.

Das Ungleichgewicht von Männern und Frauen: Frauen wurden erst ab 1982 als Weltraumpilotinnen gleichberechtigt mit ihren männlichen Kollegen qualifiziert. Bis im Oktober 2021 waren die meisten der 70 Frauen, die insgesamt im Weltraum waren, US-Staatsbürgerinnen, die an Missionen mit dem Space Shuttle und der Internationalen Raumstation teilgenommen haben. Andere Länder haben ein, zwei oder drei Frauen im Rahmen von bemannten Raumfahrtprogrammen mitgeführt.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke