Die Rentenerhöhung steht fest: Zum 1. Juli steigt die Rente um 3,74 Prozent – stärker als sie Inflation. Wie hoch die Rente künftig ausfällt, zeigt unsere Tabelle.

Die Rente wird dieses Jahr zum 1. Juli um 3,74 Prozent erhöht. Wie schon im Vorjahr einheitlich für Ost und West. Das gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt. Damit steigt die Rente dieses Jahr erneut stärker als die Inflation – die beträgt laut Statistischem Bundesamt aktuell 2,3 Prozent.

Die 21 Millionen Rentner bekommen also pro 100 Euro Rente 3,74 Euro mehr. Was das genau bei welchem Betrag ausmacht, zeigt die folgende Tabelle. Dabei handelt es sich allerdings um Bruttobeträge. Abgezogen werden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, sowie gegebenenfalls Steuern.

Dabei gibt es dieses Jahr eine Besonderheit: Der Grundbeitrag zur Pflegeversicherung hat sich zum 1. Januar verteuert um 0,2 Prozentpunkte, von bisher 3,4 Prozent auf nun 3,6 Prozent. Weil die Rentenversicherung eine Weile braucht, diese Änderung umzusetzen, wird zum 1. Juli auf einmal die siebenfache Erhöhung von der Rente abgezogen. Dadurch spüren Rentner im Juni noch nicht die volle Wirkung der Rentenerhöhung.

Rentenerhöhung 2025 Warum die Rente im Juli weniger steigt als erwartet

Tabelle: So fällt die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2025 aus

Rente bisher (brutto) Erhöhung Rente ab 1. Juli
in Euro in Euro in Euro
500 18,70 518,70
600 22,44 622,44
700 26,18 726,18
800 29,92 829,92
900 33,66 933,66
1000 37,40 1037,40
1100 41,14 1141,14
1200 44,88 1244,88
1300 48,62 1348,62
1400 52,36 1452,36
1500 56,10 1556,10
1600 59,84 1659,84
1700 63,58 1763,58
1800 67,32 1867,32
1900 71,06 1971,06
2000 74,80 2074,80
2100 78,54 2178,54
2200 82,28 2282,28
2300 86,02 2386,02
2400 89,76 2489,76
2500 93,50 2593,50
2600 97,24 2697,24
2700 100,98 2800,98
2800 104,72 2904,72
2900 108,46 3008,46
3000 112,20 3112,20
Eigene Rechnung

Ausschlaggebend für diese Erhöhung ist das sogenannte Mindestsicherungsniveau. Das soll garantieren, dass ein Rentner, der 45 Jahre gearbeitet und immer einen Durchschnittslohn erzielt hat, mindestens 48 Prozent des Lohns eines aktuellen Durchschnittsverdieners erhält. Dadurch sind die Renten an die Lohnentwicklung gekoppelt. Zuletzt sind die Löhne um 3,69 Prozent gestiegen. Zusätzlich gibt es einen kleinen Aufschlag, weil Rentner stärker von den Änderungen bei den Sozialabgaben betroffen sind.

Rente steigt schneller als Inflation

Durch die Koppelung an den Lohn stiegen die Renten zuletzt auch stärker als die Inflation. In den vergangenen zehn Jahren sind die Renten im Westen um 65 Prozent gestiegen, während die Inflation die Preise nur um 27 Prozent erhöhte. Nimmt man auch die Zeit der Finanzkrise hinzu, während der die Inflation stärker zulangte, als die Löhne stiegen, sieht die Bilanz etwas schlechter aus: Zwischen 2000 und 2024 stiegen die Renten im Westen um 65 Prozent, während die Inflation 60 Prozent ausmachte. Im Osten stiegen die Renten in diesem Zeitraum um 90 Prozent – also stärker, um das Ost- ans Westniveau anzugleichen. 

Rente ab 63 Diese Tabellen zeigen, wer wann in Rente kann – und mit welchen Einbußen

Mit der Rentenerhöhung ändert sich auch der Wert eines Entgeltpunktes in der Rentenversicherung, auch Rentenpunkt genannt. Bisher war ein Entgeltpunkt 39,32 Euro wert. Ab 1. Juli 2025 sind es 40,79 Euro. Einen Rentenpunkt erhält, wer ein Jahr lang ein durchschnittliches Einkommen verdient hat. In der Rentenauskunft kann man nachlesen, wie viele Rentenpunkte man erwirtschaftet hat.
 

Rentenanpassung zum  West  Ost Inflation
01.07. (in Prozent) (in Prozent) (in Prozent)
2000 0,6 0,6 1,3
2001 1,91 2,11 2
2002 2,16 2,89 1,4
2003 1,04 1,19 1
2004 0 0 1,6
2005 0 0 1,6
2006 0 0 1,6
2007 0,54 0,54 2,3
2008 1,1 1,1 2,6
2009 2,41 3,38 0,3
2010 0 0 1
2011 0,99 0,99 2,2
2012 2,18 2,26 1,9
2013 0,25 3,29 1,5
2014 1,67 2,53 1
2015 2,1 2,5 0,5
2016 4,25 5,95 0,5
2017 1,9 3,59 1,5
2018 3,22 3,37 1,8
2019 3,18 3,91 1,4
2020 3,45 4,2 0,5
2021 0 0,72 3,1
2022 5,35 6,12 6,9
2023 4,39 5,86 5,9
2024 4,57 4,57 2,2
2025 3,74 3,74  
       
2014 bis 2024 37 % 49 % 27 %
2000 bis 2024 65 % 90 % 60 %
Quelle: DRV, Destatis, eigene Rechnung
urb
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  • BMAS
  • Statistisches Bundesamt

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