Ob "Iceman", Jim Morrison oder Batman: Val Kilmer begeisterte die Kinomassen. Doch die Gesundheit spielte bei dem US-Schauspieler seit Langem nicht mehr mit. Nun ist der Hollywood-Star einem Medienbericht zufolge im Alter von 65 Jahren gestorben.

Der amerikanische Charakterdarsteller Val Kilmer ist tot. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf dessen Tochter Mercedes Kilmer. Demnach starb Kilmer in Los Angeles an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde 65 Jahre alt. Neben seiner Darstellung des "The Doors"-Frontmanns Jim Morrison wurde Kilmer als Batman berühmt.

Gesundheitlich war er die letzten Jahre angeschlagen. 2014 war bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert worden. Er musste sich einer Chemotherapie und einem Luftröhrenschnitt unterziehen. Seine Stimme erlangte er nur mithilfe Künstlicher Intelligenz wieder. 2022 feierte er in seiner ikonischen Rolle als der frühere Kampfpilot Tom "Iceman" Kazansky in "Top Gun: Maverick" an der Seite von Tom Cruise sein Comeback.

Die "Iceman"-Rolle machte ihn 1986 über Nacht berühmt. Kilmer und Cruise als Kampfpilot Pete "Maverick" Mitchell spielten erbitterte Konkurrenten, die sich bei riskanten Kampfflügen überbieten. In der Fortsetzung, mehr als drei Jahrzehnte später, waren sie nun Kumpels.

Kilmer zählte in den 80er und 90er Jahren zu Hollywoods Topverdienern. Auf "Top Gun" folgte der Fantasy-Kultfilm "Willow" (1988) an der Seite der britischen Schauspielerin Joanne Whalley, die er kurz nach Drehende heiratete. Oliver Stone holte ihn 1991 für den Musikfilm "The Doors" vor die Kamera. Darin verwandelte sich Kilmer in den legendären Sänger Jim Morrison. In "Tombstone" (1993) spielte er den Westernhelden Doc Holliday, in Joel Schumachers "Batman Forever" (1995) wurde er zum hoch bezahlten Superhelden. Mit der Filmlegende Marlon Brando drehte er 1996 "DNA - Die Insel des Dr. Moreau".

Sensibel und klug, mit der Seele eines Clowns

Sein Handwerk hatte der gebürtige Kalifornier an der renommierten Julliard School in New York gelernt, wo er als 17-Jähriger zu den jüngsten Talenten zählte. Seine Vorliebe galt zunächst klassischen Theaterstücken, doch dann wurde Hollywood auf den blonden Schauspieler mit dem kantigen Gesicht aufmerksam.

Sein Spielfilm-Debüt gab Kilmer 1984 in dem Spionage-Klamauk "Top Secret!", nach "Top Gun" setzte er zum Höhenflug an. Doch der nahm schließlich ein jähes Ende. Filme floppten, auch sein Ruf als streitlustiger Mensch kostete ihn in Hollywood Rollen.

In der Doku "Val" schaute er 2021 auf sein Leben zurück. Ein Clip aus den frühen 80er Jahren zeigt den jungen Kilmer mit Sean Penn und Kevin Bacon, alle Anfang 20, auf der Theaterbühne. Er habe sich danebenbenommen, er sei mutig gewesen, manchmal grotesk, erzählt er zu Szenen aus seinen Filmen und seinem Leben. Er sei sensibel und klug, mit der Seele eines Clowns.

Der Film feierte 2021 bei den Festspielen in Cannes seine Weltpremiere. Seine beiden Kinder Mercedes und Jack aus der geschiedenen Ehe mit Whalley waren dabei. Die Tochter wirkte als Produzentin mit, der Sohn fungierte als Erzähler, das hätte der Vater mit seiner angeschlagenen Stimme nicht leisten können.

Kilmer war nur einmal verheiratet, hatte aber wohl zahlreiche Promi-Liebschaften. In seinen Memoiren (2020) "I'm Your Huckleberry" schrieb er über sein früheres Leben in Hollywood, darunter auch über seine Liebschaften mit Kolleginnen wie Cher, Michelle Pfeiffer, Daryl Hannah und Ellen Barkin.

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