Angesehener Automanager: CEO Wayne Griffiths verlässt Seat und Cupra
Paukenschlag in Martorell: Seat/Cupra-Chef Wayne Griffiths verlässt den spanischen Autobauer auf eigenen Wunsch. Wie die VW-Tochter am Montag bekannt gab, erfolgt die Trennung mit Wirkung zum 31. März 2025. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers werde Markus Haupt, derzeit Executive Vice President für Produktion und Logistik, den Seat-Konzern leiten.
Seat/Cupra-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schäfer sagte: "Wayne Griffiths hat hervorragende Arbeit bei der Entwicklung der Marke Cupra und der Neuausrichtung des Unternehmens geleistet. Sein Markenverständnis ist außergewöhnlich. Er ist im besten Sinne ein echter Automan." Schäfer ist auch Volkswagen-Vorstand und Leiter der Markengruppe "Core".
Schlüsselrolle beim Aufbau von Cupra
Der Aufschwung von Seat/Cupra in den vergangenen Jahren ist eng mit dem Namen Griffiths verknüpft. Er rückte 2020 an die Konzern-Spitze und machte die Spanier vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger in der VW-Gruppe. Erst vor wenigen Wochen präsentierte der scheidende Unternehmenschef starke Geschäftszahlen für 2024. So lieferte der Autobauer in einem schwierigen Marktumfeld insgesamt 558.100 Fahrzeuge aus – eine Steigerung von 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Der Umsatz legte um 1,4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro zu, der Betriebsgewinn um 1,3 Prozent auf 633 Millionen Euro.
In seiner Amtszeit prägte Griffiths maßgeblich die Entwicklung von Cupra als eigenständiges Fabrikat. Der einstige Performance-Ableger zählt heute zu den am schnellsten wachsenden Automarken in Europa. Ein bedeutender Meilenstein war die Einführung des ersten vollelektrischen Cupra-Modells Born im Jahr 2021.
Griffiths stammt aus einer Autohaus-Familie. Seine Karriere in der Automobilindustrie startete er 1989 bei Audi, bevor er 1991 zu Seat wechselte. Nach Stationen in verschiedenen Vertriebsfunktionen kehrte er 1993 zu der Marke mit dem vier Ringen zurück. Dort war er über viele Jahre in leitenden Positionen tätig, insbesondere im internationalen Vertrieb. Von 2013 bis 2016 war Griffiths Audi-Vertriebschef auf dem Heimatmarkt Deutschland, ehe er bei der Konzernschwester Seat die Leitung des weltweiten Vertriebs und Marketings übernahm.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke