Smart macht den Neustart und präsentiert ersten Elektro-SUV
Klein, wendig und vor allem in Innenstädten unterwegs: das zeichnet die Autos von Smart aus. Die kleinen Stadtflitzer sind nicht mal 2,70 Meter lang und können zwei Personen befördern. Nun macht der Autobauer, inzwischen ein Joint-Venture von Mercedes und dem chinesischen Hersteller Geely, allerdings den Neustart und hat einen ersten Elektro-SUV präsentiert.
Der klassische Mikrowagen soll damit bei Smart künftig Geschichte sein. Denn der am Donnerstag im Rahmen seiner Weltpremiere vorgestellte Smart #1 läutet eine neue Ära ein. Tong Xiangbei, Global CEO von smart Automobile Co., Ltd. spricht von einem "Meilenstein der unglaublichen Entwicklungsphase". Das Auto sei "erwachsen, cool und verkörpert Schönheit", so Gorden Wagener, Chief Design Officer Mercedes-Benz Group AG.

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von Nicolas KaufmannSchließlich wächst der Smart auf eine Länge von 4,27 Meter und einen Radstand von 2,70 Meter. Damit entspricht der Fünfsitzer in etwa der Größe eines Mini Countryman oder eines VW Golf. Die Werte des ersten SUVs der Marke, welcher in China gebaut wird, können sich durchaus sehen lassen. Mit einer 66-kWh-Batterie bringt der Elektro-SUV eine ungewöhnlich große Batteriekapazität für diese Fahrzeugklasse mit. Die Reichweite beträgt dabei 420 bis 440 Kilometer laut WLTP.
An AC-Säulen mit bis zu 22 kW soll der Stromer in drei Stunden eine Batterieladung von 10 auf 80 Prozent erreichen können. An einem DC-Schnelllader soll diese Ladeleistung in weniger als 30 Minuten möglich sein. Außerdem gibt sein Hersteller eine Spitzenleistung von 272 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h an. Das Fahrzeug soll nach aktuellen Angaben ausschließlich mit Hinterradantrieb gebaut werden und befindet sich derzeit noch im EU-Genehmigungsverfahren. Sämtliche Werte seien deshalb nur vorläufig.
Smart #1: Digitaler Schlüssel und "intelligenter Begleiter"
Das Exterieur des Smart #1 sei "zukunftsweisend und progressiv", heißt es. So verfügt der Elektro-SUV über verdeckte elektrische Türgriffe, die elektrisch ausfahren, wenn sich der Fahrer nähert, rahmenlose Türen und ein schwebendes Halo-Dach.
Darüber hinaus werben die Hersteller mit einer erweiterten 360-Grad-Sicht im Innenraum. In der Mitte des Armaturenbretts ist ein 12,8-Zoll-Bildschirm angebracht, der deutlich an das Tesla Model 3 erinnert. Zur Bedienung verzichtet Smart größtenteils auf Tasten. Hinter dem Lenkrad ist ein kleines Display verbaut, das neben dem Tacho weitere Fahrdaten wie Reichweite und Ladezustand anzeigt.
Mit einer individuellen Infotainment-Benutzeroberfläche setze das Auto auf zielgerichtete und menschenzentrierte Technologie, um Menschen, Orte und Erlebnisse sowohl virtuell als auch im realen Leben zu verbinden, schreibt Smart. Zu den Besonderheiten gehört der Digitale Schlüssel: Über eine App können Nutzer:innen das Fahrzeug mit Freund:innen teilen. Die Besitzer:innen sollen dabei entscheiden können, welche Rechte sie an die Mitfahrer weitergeben. Eine Verschlüsselung nach neuesten Standards soll einen Missbrauch verhindern.
Mithilfe eines hochleistungsfähigen Rechners sollen über 75 Prozent aller Steuergeräte im Fahrzeug kontinuierlich und per Fernzugriff aktualisiert werden können. Zudem soll dem Fahrer in Avatar als "intelligenter Begleiter" mit KI-basierter Sprachsteuerung zur Seite stehen.
Markteinführung zum Jahresende
Dirk Adelmann, CEO smart Europe GmbH sagte: "Er ist nicht nur ein Symbol für unseren neuen smart-Ansatz, sondern auch der Kern für alles, was kommen wird. Mit dem Re-Branding werden wir einen noch größeren Fokus auf ein nahtloses Mobilitätserlebnis legen." Design-Chef Wagener glaubt, dass der SUV Smart zu einer "führenden Designmarke" machen könne.
Vollgas auf dem Kaffee-Highway

Offizielle Angaben zum Preis des Smart #1 gibt es bisher nicht. Ein Basispreis zwischen 35.000 und 40.000 Euro ist aber realistisch. Die Markteinführung in Deutschland soll im Dezember 2022 erfolgen.
Quellen: smart, ADAC
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