Apple ist plötzlich 250 Milliarden Dollar weniger wert
Die Charme-Offensive hat sich nicht ausgezahlt: Apple-Chef Tim Cook umgarnte US-Präsident Donald Trump. Doch dessen Zölle treffen den iPhone-Konzern besonders heftig. Der Aktienkurs rauscht in die Tiefe.
Innerhalb weniger Minuten haben sich bei Apple 250 Milliarden Dollar Börsenwert in Luft aufgelöst - die Zollsalven von US-Präsident Donald Trump machen den Konzern zu einem der größten Verlierer an der Wall Street, die heftige Verluste verzeichnet. Rund acht Prozent stürzen die Apple-Aktien in New York ab - das drückt die Marktkapitalisierung in kurzer Zeit von 3,37 Billionen auf 3,12 Billionen Dollar.
Nach einer Schätzung der Bank Citi sind mehr als 90 Prozent der Produktion des Unternehmens in China angesiedelt, einem der Länder, die am stärksten von den Zöllen betroffen sind. Auch gegen Vietnam und Indien, in denen Apple-Produkte hergestellt werden, wurden hohe Zölle verhängt. Analysten zufolge sorgen die Verkäufe in den USA bisher für etwa ein Drittel der Einnahmen des Konzerns, der unter anderem iPhones, iPads und Mac-Computer herstellt.
Trump hatte seine Drohungen wahr gemacht und gegen Handelspartner weltweit neue Zölle verhängt. Am Wochenende greift ein "Mindestzoll" von zehn Prozent für Einfuhren etwa aus Australien, Brasilien, Großbritannien und der Türkei. Kommenden Mittwoch treten höhere Zollsätze für weitere Länder und Regionen in Kraft. Für Importe aus der EU sind Aufschläge von 20 Prozent vorgesehen, für China summieren sich die US-Zölle sogar auf 54 Prozent.
Der "Financial Times" zufolge werden die Zölle fast alle der in den USA verkauften iPhones, iPad, Mac und das Zubehör betreffen. Konzernchef Tim Cook habe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder er erhöht die Preise für die Geräte, um die Kosten auszugleichen. Oder er entscheidet, dass Apple zumindest einen Teil der neuen Kosten schluckt und nicht an die Kunden weitergibt. Das allerdings könne die Gewinne um viele Milliarden Dollar drücken.
Cook hatte nach dem Wahlsieg Trumps eine Charmeoffensive gestartet und reiste zu einem Abendessen in dessen Anlage Mar-a-Lago in Florida. An der Amtseinführung nahm er wie Tesla-Boss Elon Musk, Meta-Chef Mark Zuckerberg, Amazon-Mastermind Jeff Bezos und Google-CEO Sundar Pichai teil. Eine weitere Gemeinsamkeit: Wie für Apple geht es für die Papiere von Tesla, der Facebook-Mutter Meta, Amazon und der Google-Mutter Alphabet kräftig abwärts.
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