Finnland macht letztes großes Kohlekraftwerk dicht
Die finnische Hauptstadt Helsinki senkt den eigenen CO2-Fußabdruck mit einem Schlag deutlich: Das letzte große Kohlekraftwerk Helen geht vom Netz. Bis 2029 folgt der Komplettausstieg.
In Finnland ist das letzte verbleibende große Kohlekraftwerk vom Netz gegangen. Wie das Energieunternehmen Helen mitteilte, ist damit "das Ende der Ära der Kohle" für das skandinavische Land eingeläutet. Der jährliche CO2-Ausstoß des Unternehmens und der Hauptstadt Helsinki dürfte durch die Schließung massiv sinken.
Das Helen-Kraftwerk liegt im Zentrum Helsinkis und produzierte bis zuletzt Strom für die Hauptstadt. "Der Ausstieg aus der Kohle ist ein konkreter Schritt auf dem Weg zu einer sauberen, autarken und erschwinglichen Energieerzeugung durch Helen", erklärte Olli Sirkka, der Chef des Unternehmens. "Natürlich können wir nicht sagen, dass in Finnland kein einziges Gramm Kohle mehr verbrannt wird, denn es gibt verschiedene Lösungen für die Krisensituation, aber dies ist tatsächlich das letzte Kohlekraftwerk in Finnland, das täglich in Betrieb ist."
Die Emissionen der Energiefirma dürften laut eigener Angaben in diesem Jahr 50 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Der CO2-Ausstoß Helsinkis sinke durch die Schließung des Kraftwerks um 30 Prozent. Landesweit dürfte der Ausstoß um zwei Prozent abnehmen. Das Kraftwerk selbst ist in Besitz der finnischen Hauptstadt. "Es ist vielleicht notwendig zuzugeben, dass ein sauberer Übergang nicht billig zu haben ist. Es ist in der Tat eine Wertentscheidung, die wir sowohl als Gesellschaft als auch als Helen getroffen haben", sagte Sirka gegenüber Reuters.
Noch 2022 hatte Helen vermehrt auf Kohle gesetzt: Damals stammten 64 Prozent der Fernwärmeproduktion aus der Verbrennung des Rohstoffs. Nun soll für den "Bedarfsfall" lediglich noch eine Kohlereserve aufbewahrt werden. Einige Unternehmen in Finnland nutzen indes weiterhin geringe Mengen Kohle für die Energieerzeugung. Gesetzlich festgelegt ist der Kohleausstieg in Finnland für den 1. Mai 2029.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke