Auch wenn Smartphones mittlerweile mit immer besseren Kameras ausgestattet sind: So richtig in die Welt der Fotografie eintauchen lässt es sich doch am besten mit einer richtigen Kamera. Dabei muss es keine sündhaft teure Spiegelreflexkamera sein, um erste Erfahrungen im Fotografieren zu machen. Kameras für Einsteiger gibt es bereits zu erschwinglichen Preisen – und auch in puncto Qualität brauchen sich die nicht ganz so kostspieligen Momente definitiv nicht mehr zu verstecken.

Kamera für Anfänger: Was soll sie können?

Möchte man mit dem Fotografieren anfangen und sich seine erste Kamera besorgen, sollte man sich eine Frage stellen: Möchte man eine Systemkamera, also eine Kamera mit Wechselobjektiven – oder eine Kompaktkamera oder Bridgekamera, beider ein einziges Objektiv (meist mit Zoom-Funktion) bereits verbaut ist? Plant man, dem Fotografieren ernsthaft nachzugehen, sollte es schon ein Gerät sein, bei der verschiedene Objektive mit verschiedenen Brennweiten angebracht werden können. Hier haben sie die Wahl zwischen der guten alten Spiegelreflexkamera (SLR oder, wie sprechen hier schließlich von digitaler Fotografie, DSLR) – oder einer spiegellosen Systemkamera (DSLM).

Spiegelreflexkamera für Einsteiger: Oder doch besser eine Systemkamera?

Viele Profis schwören immer noch auf DSLRs. Spiegelreflexkameras waren jahrzehntelang der Standard in puncto Fotografie – dementsprechend groß ist auch die Auswahl. Spiegelreflexkameras sind in der Regel etwas größer und schwerer als Systemkameras – und verfügen, der Name verrät es bereits, über einen Spiegel, der bei Auslösungen aufklappt und somit das Licht auf den Sensor fallen lässt.

Anfänger, die auf eine Spiegelreflexkamera setzen wollen, finden beispielsweise in der Canon EOS 2000D* ein passendes Modell. Sie liefert eine 24-Megapixel-Auflösung und ist perfekt geeignet für ihren nächsten Sommerurlaub, wo sie ihre Kreativität unkompliziert freien lauf lassen können. Sie hat einen optischen APS-C CMOS-Sensor und ermöglicht HD-Videos.

In der Welt der Spiegelreflexkameras gibt es auch andere lohnende Einsteigermodell im Sortiment – wie zum Beispiel die Canon EOS R100*. Sie hat einen 24,1-MP-Sensor und verfügt über ein 3-Zoll-Display. Die ISO-Werte, also die Lichtempfindlichkeit, reicht von 200 bis 12.800. Das Lohnenswerte an dieser Kamera: Sie kommt gleich im Set inklusive Objektiv.

Beide genannten Modelle sind erschwinglich und ermöglichen qualitativ hochwertige Bilder. Übrigens können Sie gekaufte Objektive in der Regel auch auf neuen Kameras problemlos verwenden, wenn sie beim gleichen System bleiben –das ist wichtig, wenn Sie beispielsweise einige gute Objektive gekauft haben und ein Upgrade beim Kamera-Body machen wollen.

Systemkameras für Anfänger

Es geht aber auch ohne Spiegel. Mirrorless-Kameras werden immer beliebter. Längst greifen auch Fotografie-Profis zu den spiegellosen Modellen, bei denen es mittlerweile eine riesengroße Auswahl gibt. Mirrorless-Kameras haben viele Vorteile. Sie sind in der Regel leichter – gerade diejenigen, die viel auf Reisen fotografieren, wissen diesen Vorteil zu schätzen. Außerdem fällt mit dem Spiegel auch ein Verschleißteil weg.

Bei Mirrorless-Kameras gibt es eine Reihe von beliebten Herstellern. Sony zählt hier zu den Pionieren, aber Fuji hat sich mit Kameras der X-Serie etablieren können. Beide Hersteller sind auch für ihre qualitativ hochwertigen (und nicht immer günstigen) Objektive bekannt.

Wer in die Sony-Welt eintauchen möchte, sollte sich die Alpha 6400* einmal genauer Anschauen. Sie hat einen APS-C-Sensor, der 24,2-MP-Bilder ermöglicht. Für das richtige Bild sorgt ein High-Speed-Hybrid-Sensor, auch Videos sind möglich.

Die X-S20* von Fuji zählt zu den beliebtesten Kamera-Modellen in der Mirrorless-Welt. Kein Wunder: Bietet sie doch ein Gehäuse, das an Analogkameras erinnert. Damit lassen sich professionelle Aufnahmen machen: Sie besitzt einen 26,1 Megapixel X-Trans CMOS 4-Sensor, einen rückwärtige Touchscreen und auch ihr Autofokus kann sich sehen lassen. Die X-S20 ist optisch ein wahrer Hingucker – und eine wunderbare Option, längst nicht nur für Anfänger, sondern auch Fortgeschrittene (und sogar Profis), die gerne eine erschwingliche, aber hervorragende Kamera suchen.

Kompaktkamera: Ideal für Anfänger

Es gibt aber auch gute Lösungen für alle, die gar nicht vorhaben, mit Wechselobjektiven zu hantieren. Kompaktkameras sind kleine, handliche Kameras, bei denen das Objektiv bereits fest verbaut ist. Sie sind praktisch und flexibel – und der Name verrät es bereits, sehr kompakt. Allerdings sind die eingebauten Objektive in der Regel Wechselobjektiven unterlegen.

Beliebt bei Kompaktkameras ist unter anderem die Sony Alpha ZV-E10 II*– die ein von Zeiss gefertigtes Objektiv besitzt und Bilder mit einer Auflösung von 26 MP macht.

Bridgekameras

Eine weitere Option sind sogenannte Bridgekameras, die Eigenschaften von DSLRs und Kompaktkameras vereinen. Die Objektive sind bei Bridgekameras fest verbaut, haben einen höheren Brennweitenbereich als Kompaktkameras – von der Nahaufnahme zum Weitwinkelfoto ist hier alles möglich.

Kamera für Anfänger: Fazit

Natürlich ist der preisliche Rahmen eine der Grundvoraussetzungen, die man bei einem Kamerakauf bedenken sollte. Daneben stellen sich aber auch andere Fragen: Möchte ich eine Kamera, die nahe an einer Profikamera ist? Dann sollte man definitiv eine System- oder DSLR-Kamera kaufen, bei der man Objektive wechseln kann. Oder möchte ich ganz einfach und schnell Fotos machen, ohne groß an den Einstellungen zu spielen und Wechselobjektive mitzunehmen zu müssen? Soll die Kamera 4K-Videos machen können oder reicht mir HD-Auflösung?

Wer das Fotografieren richtig erlernen und später möglicherweise zu einer Profikamera greifen möchte, sollte sich entweder für eine DSLR oder eine Systemkamera entscheiden. Wer nur den schnellen Schnappschuss haben möchte, dem reicht auch eine Kompaktkamera – die Entscheidung, ob hier der Unterschied zum Smartphone aber groß genug ist, um sich eine Kamera zu kaufen, bleibt jedem selbst überlassen.

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