Um die deutsche Wirtschaft ist es nach einer Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) noch schlechter bestellt als angenommen.

Bereits in der Dezember-Prognose für 2025 rangierte Deutschland mit einem Wachstum von 0,7 auf dem letzten Platz. Nun korrigierten die Fachleute ihre Erwartungen auf 0,4 Prozent nach unten, wie aus dem in Paris vorgestellten Bericht hervorgeht. Lediglich Mexiko steht noch schwächer da.

Deutschland folgt damit dem Trend der Weltwirtschaft, die dem Bericht zufolge erheblich von den Handelskonflikten rund um die US-Regierung getroffen wird. Zusammen mit geopolitischen Konflikten ergebe sich ein Klima, in dem Unternehmen weniger investieren und Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Geld zusammenhalten.

Auch die USA werden vom Handelskonflikt getroffen

Unter diesem Eindruck senkten die Fachleute der OECD ihre Erwartungen für die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr. Besonders hart dürfte es demnach Mexiko und Kanada treffen – 2026 dürften aber auch die USA deutlich Federn lassen.

Die Zahlen stehen unter der Annahme, dass die angekündigten US-Zölle wie angekündigt in Kraft treten und Kanada und Mexiko entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Auch das Ifo-Institut hatte zuvor seine Prognose für Deutschland gesenkt: Im laufenden Jahr rechnet es lediglich mit einem Wachstum von 0,2 Prozent.

Allerdings ist in den neuen Prognosen das von Union und SPD mit den Grünen verabredete riesige Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur noch nicht berücksichtigt. „Wenn das Finanzpaket beschlossen würde, würde es sich sicherlich signifikant auf das Wachstum 2026 auswirken“, sagten die beiden OECD-Experten Isabell Koske und Robert Grundke. Öffentliche Investitionen würden dadurch steigen, private Investitionen stimuliert. „2025 würden die Effekte aber geringer ausfallen, da die Implementierung von Investitionsprojekten einige Zeit in Anspruch nimmt“, hieß es.

Allerdings dürfte die Unsicherheit sinken und das Vertrauen von Investoren und Haushalten zunehmen. Beides könne sich auch schon im laufenden Jahr auf Konsum und private Investitionen auswirken.

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