Wie lebt es sich als Kind berühmter Eltern? Apple Martin, Tochter von Gwyneth Paltrow und Chris Martin, gibt seltene Einblicke.

Apple Martin (20), die Tochter von Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow (52) und Coldplay-Frontmann Chris Martin (48), gewährt in einem seltenen Interview Einblicke in ihr Leben als Kind berühmter Eltern. Im "Interview"-Magazin spricht die Studentin der Vanderbilt-Universität offen darüber, wie es war, unter ständiger Beobachtung aufzuwachsen, und warum sie sich bewusst aus der Öffentlichkeit zurückzieht.

"Es ist interessant, weil ich mit dieser unausgewogenen Balance aufgewachsen bin - am Flughafen mit meiner Mutter von Kameras überfallen zu werden und dann einfach ein normales Kind zu sein", erklärt Martin in dem Gespräch mit Chefredakteur Mel Ottenberg, für den sie vor zwei Jahren als Praktikantin gearbeitet hatte.

Wie in einem Überwachungsstaat

Besonders eindrücklich beschreibt die 20-Jährige, wie sich das ständige Beobachtet-Werden auf ihr Lebensgefühl auswirkte: "Ich erinnere mich, dass ich 'Überwachen und Strafen' [1975, Red.] von Michel Foucault gelesen habe - ein tolles Buch, in dem es um den Überwachungsstaat geht. Es fühlt sich so an, als wäre ich damit aufgewachsen, was wirklich beängstigend ist und mich sehr ängstlich macht, Fehler zu begehen."

Diese Angst vor dem Rampenlicht habe sie lange belastet. "Außerdem dachte ich: 'Ich glaube nicht, dass die Welt noch ein weiteres Promi-Kind braucht'", fügt Martin hinzu. Daher versuche sie, Nachrichten über sich selbst so gut wie möglich auszublenden und nur das zu tun, was sich für sie richtig anfühle.

Während viele andere Kinder berühmter Persönlichkeiten das Rampenlicht suchen, hält sich Apple Martin bewusst zurück. Ihren Instagram-Account macht sie nur Freunden und Familie zugänglich. Zwar trat sie im Dezember bei dem prestigeträchtigen "Le Bal des Débutantes" in Paris in Erscheinung - einem gesellschaftlichen Ereignis für Töchter aus einflussreichen Familien - doch öffentliche Auftritte sind bei ihr die Ausnahme.

Mit zunehmendem Alter gelassener

Mit den Jahren habe sie jedoch gelernt, mit dem Druck umzugehen. "Ich werde immer besser darin, zu sagen: 'Scheiß drauf'. Ich will nicht ängstlich sein. Ich möchte einfach das tun, was Spaß macht, und mein Leben selbst in die Hand nehmen", erklärt die Studentin im Gespräch.

An der Vanderbilt-Universität studiert Apple Martin Rechtswissenschaften, Geschichte und Gesellschaft und verwirklicht zudem ihre kreativen Interessen als Mitglied der "Vanderbilt Original Cast", einer Cabaret-Theatergruppe. Ursprünglich hatte sie mit dem Gedanken gespielt, Anwältin zu werden - aus einem überraschenden Grund: "Ich liebte das Schauspielern, war aber unsicher und nervös, also dachte ich: 'Oh mein Gott, wenn ich Anwältin bin, kann ich bei Gerichtsverhandlungen auf der Bühne performen'", erinnert sie sich und lacht über diesen Gedanken.

Dabei hatte sie durchaus prominente Vorbilder: "Ich erinnere mich, dass ich davon träumte, wie Elle Woods zu sein", sagt sie mit Verweis auf Reese Witherspoons Charakter aus "Natürlich blond" (2001). Heute weiß sie: "Es ist viel schwieriger, als es aussieht. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, jeden Tag so fabelhaft zur juristischen Fakultät zu gehen."

Trotz ihrer Zurückhaltung weiß Apple Martin genau, was ihr am Herzen liegt: "Ich liebe Geschichte. Ich liebe True Crime. Ich liebe es zu ermitteln. Wenn ich Anwältin wäre, würde ich einfach Menschen helfen wollen. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste."

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