Rolex stellt bei der Genfer Uhrenmesse "Watches & Wonders" eine neue Modellfamilie namens "Land-Dweller" vor – und überzeugt mit bahnbrechenden, technischen Features.
Auf der Uhrenmesse "Watches & Wonders“ stellen 60 Luxushersteller ihre Neuheiten vor, doch in diesem Jahr hatte man schon im Vorfeld den Eindruck, alles drehe sich nur um eine Marke: Rolex. Bereits Anfang März kursierten erste Videos und Bilder von möglichen Innovationen. Umso aufgeregter diskutierten Uhrenblogger, als sich kurz vor Messebeginn Tennislegende Roger Federer mit einem unbekannten Rolex-Modell bei Instagram zeigte. Hatte er etwa die Neuheit der sonst so verschwiegenen Marke geleakt?
Um ein Versehen dürfte es sich nicht gehandelt haben, sondern eher um einen geschickten Marketing-Scoop, der dafür sorgte, dass noch vor Messebeginn Rolex in aller Munde war. Dass Bulgari und Grand Seiko jeweils eine neue Weltrekord-Uhr herausbringen oder Marken wie Zenith, Tag Heuer und IWC große Jubiläen feiern? Nebensächlich. Im Fokus stand einzig die Frage: Welche Neuheiten wird Rolex herausbringen?
Rolex: Zuwachs im Uhren-Sortiment
Die größte Innovation dürfte die "Oyster Perpetual Land-Dweller“ sein, denn mit diesem Modell führt Rolex erstmals nach der "Sky-Dweller“ von 2012 wieder eine neue Uhrenfamilie ins Sortiment ein. Den neuen Modellnamen ließ das Unternehmen bereits 2023 schützen (wie auch den Namen "Coast-Dweller"). Ab Mai wird es die Uhr samt geriffeltem Zifferblatt in zehn Varianten geben: in Weißgold, Roségold und Platin, in drei Gehäusefarben, zudem in den Größen 36 und 40 mm.
Es ist ein sportliches Modell, bei dem Gehäuse und Band optisch verschmelzen und so einen Retrolook erzeugen. Dieser mag ungewöhnlich sein für Rolex, doch neu ist er nicht. Schon um 1969 brachte die Marke ähnliche Modelle, damals noch mit Quarz-Werk, heraus. Anders als etwa bei der ”Royal Oak“ von Audemars Piguet hat sich die Ästhetik aber nie durchgesetzt.
Für die "Land-Dweller" wurden 32 neue Patente angemeldet
Retrolook, Saphirboden, Flat-Jubilee-Armband: Die "Land-Dweller“ sorgt jedoch nicht nur optisch für Aufsehen, sondern auch durch ihre innovative Technik. 32 Patente wurden allein in der siebenjährigen Entwicklungszeit angemeldet. Sie ist schmaler als andere Modelle, zudem soll das neue Kaliber 7135 eine bessere Ganggenauigkeit garantieren und die Uhr unempfindlicher gegen Stöße von außen machen. Erstmals oszilliert sie mit fünf statt nur mit vier Hertz, das heißt, sie läuft mit 36.000 statt 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Das neue Werk besitzt zudem auch eine neue Hemmung, die größtenteils aus Siliziumteilen besteht und laut Hersteller um 30 Prozent effizienter sein soll als eine klassische Ankerhemmung. Viele Händler und Uhrenjournalisten sehen in ihr die wohl wichtigste Innovation und das Highlight der Messe.
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Technische Finessen, die ihren Preis haben: Allein das Einstiegsmodell aus Edelstahl und Weißgold beginnt mit einem Gehäuse von 36 mm bei ca. 15.000 Euro und soll bis zu 100.000 Euro kosten.
Im Auge des Tigers
Preis-Dimensionen, in denen sicherlich auch andere Modelle mitspielen, die nun während der Watches & Wonders vorgestellt wurden. Anlässlich des 70. Jubiläums des ”GMT Master II”-Modells entwickelte Rolex zwei Uhren, eine mit grünem, die anderen mit einem Tigereisen-Zifferblatt aus Stein, das in warmen Rot-und Brauntönen gehalten ist.
Ebenso besonders dürfte auch das türkisfarbene Zifferblatt der goldenen ”Oyster Perpetual Cosmograph Daytona” sein, erinnert es doch an Modelle aus den Siebzigern. Rolex hatte damals bereits ähnliche Modelle im Sortiment, ebenso auch Marken wie Patek Philippe. Der Uhrenhersteller kooperiere einst mit Tiffany und verwendete das typische Blau für das Zifferblatt der ”Nautilus”. Die Neuauflage des Modells sorgte erst vor einigen Jahren für eine große Nachfrage. Ein Hype, den nun Rolex neu entfachen könnte. Denn in der Branche weiß man längst: Trends, die Rolex setzt, werden auf kurz oder lang ein Erfolg.
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